31 August 2007

Jakobsweg V: Ribadiso bis Pedrouzo

Puh, heute gehen wir schon um sechs Uhr frueh los, damit wir trotz des immer heftiger werdenden Pilgerstroms noch rechtzeitig eine Herberge ergattern. Denn mit 25 Leuten ist es nicht einfach, immer im selben Haus unterzukommen.

Waehrend der Fruehstueckspause in Arzua sehen wir endlich mal einen faehigen Barrista, der es fertigbringt, uns allen innerhalb einer Viertelstunde Kaffe und Semmeln herzurichten!Mittlerweile tut mein Gehwerk beidseitig weh, so dass ich nicht mehr hinken muss. Bin ich vielleicht froh!Kurz nach acht Uhr geht erst die Sonne auf - obwohl wir jetzt ganz im Westen von Europa sind, haben wir dieselbe Zeitzone wie in Deutschland.
Die Herberge in Pedrouzo oeffnet erst um eins, aber schon eine Stunde frueher stehen ueber 40 Leute Schlange! Das fruehe Aufstehen hat sich also gelohnt.
Nach dem Mittagessen mit Bernhard, Lisa und Stefan suche ich mir ein Internetcafe...

Seit heute spricht Lucia mit mir; ich darf sogar ihren Paule mit in die Kirche nehmen!Dienst nach Vorschrift: Noch während des letzten Liedes räumt der Mesner den Altarraum auf.
Dafür bleiben wir umso länger vor der Kirche sitzen, wo um halb neun Uhr noch die Sonne scheint und wir mit den vier singenden Pfarrern aus Ravenschburg ratschen.Beim Bettgehen fällt der Traudi aus noch ungeklärter Ursache (*hüstel*) die Leselampe runter: "Oh Gott, i glaab, i brauch an Meser Sepp!"
Weisheit des Tages: Die Kilometerangaben am Weg stimmen nicht, man muss mindestens noch fünf Kilometer dazurechnen, weil nur bis zum Stadtrand von Santiago gemessen wird. So ein Beschiss!

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