

Das ist Steffi, meine Chefin. Und schaut mal, was wir uns neulich gekocht haben (alles selber importiert):
Mein Auslandsjahr nach dem Examen: Ministrantentreffen in Rom, Arbeit in England, Work&Travel in Australien, Norwegen und Schweden mit dem Zelt, Jakobsweg in Spanien.
Ich stelle fest, dass sich die meisten Punkte ums Essen drehen. Erschreckend, oder?










Bis jetzt weigert sich mein Hirn standhaft, sich daran zu gewoehnen. Immer wieder erschrecke ich, weil ein scheinbar fahrerloses Auto an mir vorbeifaehrt. Und zweimal waere ich schon fast ueber den Haufen gefahren worden, wenn mich nicht jemand am Arm gepackt und zurueckgezerrt haette, als ich ueber die Strasse gehen wollte...
Auch nicht schlecht: Autobahnauffahrten von links. Da zittere ich aber immer so, dass ich euch leider kein Foto zeigen kann;-)





Das Gemeine ist, dass einen auch zehn Jahre Englischunterricht nicht auf diese Fallen vorbereiten koennen, oder zumindest nur theoretisch. Wie zum Beispiel das mit der Uhrzeit: Natuerlich hab ich mal gelernt, dass mit "half seven" 7.30 Uhr gemeint ist. Trotzdem aergere ich mich immer wieder, wenn ich aus Versehen eine Stunde zu frueh aufstehe...
Was ich nicht wusste: In England gibt es Leitungswasser von unterschiedlicher Qualitaet. Waehrend man also praktisch ohne Probleme aus einer deutschen Klospuelung trinken koennte, muss man hier sogar in der Kueche aufpassen, aus welchem Wasserhahn man tatsaechlich Trinkwasser bekommt. Das erklaert auch, warum ich letzte Woche so von einem Gast angeschnauzt worden bin, nachdem ich ihn gefragt hab, ob er seine bloede Trinkflasche denn nicht im Klo selber auffuellen kann...
Dann macht sich auch hier meine bairische Muttersprache bemerkbar: Staendig oute ich mich durch Ausdruecke wie "the FEET of this table" oder "the mother OF my friend" usw. Aber ich werde immer besser!!







Jessie am Strand in Sandown
Needle Point, der westlichste Zipfel der Insel
Vor den Klippen in Freshwater
Auf diesen Straßen braucht man echt einen Sport-BH, so holprig sind sie!

So, jetzt bin ich schon einige Zeit hier in Brockenhurst, einer kleinen Stadt mitten im Nationalpark "New Forest". Lauter Wald und ueberall freilaufende Pferde, Esel und kuhaehnliche Vieher. Abgesehen davon, dass man also mitten in der Zivilisation aufpassen muss, dass man nicht in den Kuhdreck steigt, ist es wirklich schoen hier.
Hier wohne ich, das rechte Fenster ist meins. Was auf dem Foto so idyllisch wirkt, ist in Wirklichkeit die reinste Horrorunterkunft: Verkehrslaerm, Spinnen, kein brauchbares Bad/Klo, dauernd schaut jemand beim Fenster rein, und die Haustuer sperrt man auch nur pro forma zu.
Was ich sonst noch alles gelernt habe: