30 Dezember 2006

Eine Woche London zum Abschied

Von 17. bis 21. Dezember verbrachte ich mit meiner Schwester Babsi noch ein paar Tage in London - so war's zumindest geplant. Dass uns eine dicke Nebelschicht da einen Strich durch die Rechnung machen könnte und zwei weitere Tage bescheren würde, kam halt als Schmankerl hinzu.



Mehr Fotos von London gibt's, wenn ihr auf das Foto unten klickt.

Weihnachtsgeschenke

Zum freundschaftlichen Umgang unter uns Kollegen gehören natürlich auch Geschenke. Und da ein männlicher Mitarbeiter einmal einen blöden Spruch bezüglich rosaroter Unterwäsche abgelassen hat, erhält er eine selbstgestrickte Plüschunterhose in ebendieser Farbe, die auch mal drüber getragen werden kann, wie man sieht:







17 Dezember 2006

Geschafft!

Mein letzter Arbeitstag hier ist seit kurzem rum, ich kanns noch gar nicht glauben!
Vor der Dinnerschicht wurde ich erstmal von Jessie mit einem Christbaum geschlagen. Zur Feier des Tages!
Es war wieder eine Christmas Party, und nachdem wir um halb drei endlich alle Glaeser poliert und die Tische neu eingedeckt hatten, setzten wir uns noch ein bisschen zusammen um bei Sandwiches und einer Flasche Sekt unser nacktes Ueberleben zu feiern. Denn recht viel mehr ist von mir im Moment nicht uebrig, ich bin total fertig: Nach 13 Stunden Hetzerei, und das jetzt drei Tage am Stueck, duerftigster Kantinenkost, taeglich nicht mehr als fuenf Stunden Schlaf und einem Glas Schampus kenn ich mich selber nicht mehr.


Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, beim letzten Lied mitzutanzen! Das hat uns nochmal Energie für die nächsten zwei Stunden gegeben...

11 Dezember 2006

Endspurt...

Weil schon ein paar von euch nachgefragt haben: Ich fliege am 21. Dezember zurueck nach Hause, und am 2. Januar geht's weiter nach Australien. Nach den Feiertagen hab ich also ein paar Tage frei, um euch mit meinen Geschichten zu langweilen, die ihr eh schon von der Homepage kennt...
Bis dann, macht's gut und froehliche Weihnachten!!
Uebrigens freu ich mich immer, wenn jemand seinen Senf zu meinen Berichten abgibt.

Poole

Am Donnerstag hab ich meinen letzten Staedtetrip hier gemacht, und zwar nach Poole. Leider war es so windig, dass ich am Quay kaum gehen konnte. Darum bin ich erst Richtung Altstadt marschiert, wo ich eine uralte Kirche mit dem Schild "Seit ueber 800 Jahren fuer jedermann offen" entdeckt habe. Daneben stand: "Oeffnungszeiten: Mo-Fr 9 bis 13 Uhr".

Als Naechstes bin ich zum Christkindlmarkt, wo mir der Wuerstlverkaeufer aus Sachsen-Anhalt was ueber sein mieses Geschaeft vorgejammert hat. Daneben, am Gluehweinstand, darf unter der Woche nur Kinderpunsch ausgeschenkt werden. Am Wochenende, wenn es dann Alkohol gibt, wird rund um den Stand ein Zaun errichtet, und ein Sicherheitsdienst kontrolliert, dass ja keiner unter 18 (!) in den Genuss dieses hochgefaehrlichen Gebraeus kommt.



Gott sei Dank hat auch Poole sein Einkaufszentrum, so dass dieser Tag doch noch erfolgreich zu Ende ging... Mitten durch die High Street fuehrt das Bahngleis, und wenn die Ampel auf Rot schaltet, geht in der ansonsten recht belebten Fussgaengerzone gar nix mehr vorwaerts:


Eine weitere interessante Entdeckung war ein Geschaeft fuer Schuluniformen. Bisher hatte ich mir naemlich noch nie Gedanken darueber gemacht, wo die englischen Kinder ihre Klamotten herhaben. Witzig fand ich vor allem, dass es hier nicht nur Pullis, Hosen und Roecke in den jeweiligen Schulfarben gibt, sondern dazu passend auch noch Turnbeutel, Badeanzuege, Brotzeitdosen, Ordner und so.


07 Dezember 2006

De staade Zeit

Jetzt im Dezember finden hier im Hotel jedes Wochenende Christmas Partys statt, mit bis zu 300 Gaesten, Dreigaengemenue und Disco. Hoert sich gut an, oder?
Naja, wenn man genauer hinsieht, fragt man sich schon mal, was das Alles mit Weihnachten zu tun haben soll (Advent kennt hier ja keiner). Denn schon die Tischdeko ruft bei mir ausser Kopfschuetteln nicht viel hervor: Unter den ganzen Crackern, Raketen, Luftschlangen, Hueten, Pfeifluftballons und Glitzerscheiss sieht man die Servietten kaum, und die Kerzen und Blumen, die wie immer ebenfalls auf den Tischen stehen, wirken irgendwie deplatziert. Das Ergebnis ist eine Art Mischung aus Kinderfasching und Sternehotel.
Genauso ist es mit der Party: Auf der einen Seite tolle Abendgarderobe und feines Getue, und auf der anderen Seite sind die Gaeste um zehn Uhr abends schon so breit, dass die Beine eines Lautsprecherstaenders eine richtige Gefahr darstellen... Bei der ersten Party letzten Samstag hat um eins rum jemand vor die Rezeption hingekotzt (Teppichboden, na klar!), und um halb drei entwickelte sich in der Bar ein Eifersuchtsdrama, in Folge dessen wir die Polizei rufen mussten, weil eine DAME (!!!) einer anderen eine Glasflasche ueber den Kopf gezogen hatte...
Fuer den, der's mag, ist das das Hoechste, aber ich persoenlich ziehe die bayrische Besinnlichkeit einer englischen Besinnungslosigkeit allemal vor, auch wenn die Vorweihnachtszeit manchmal recht hektisch ist!!

30 November 2006

Vorweihnachtliche Betriebsfeier

Wie in jedem anderen anstaendigen Laden, so gibt es auch im Careys Manor Hotel Weihnachtsfeiern fuer das Personal. Leider jedoch fuer jede Abteilung einzeln - und nach Weihnachten erst. Da dann aber einige vom Restaurant schon nicht mehr hier sein werden, habe ich vorgeschlagen, jetzt schon miteinander zum Essen zu gehen. Und das haben wir heute umgesetzt.

Auf dem Foto sieht man unsere Mannschaft (auf den Wunsch unseres Managers hin waren wir incognito unterwegs) in einer Bar versammelt.



Anfang dieser Woche hatten wir ausgelost, wer fuer wen ein Wichtelgeschenk mitbringen muss. Vor dem Essen haben wir die dann alphabetisch der Reihe nach aufgemacht. Am lustigsten war das Packerl fuer unseren Restaurant-Manager, der waehrend der Arbeit recht ernst und streng ist: Ein Pluesch-Stringtanga in Form eines Affen, der auf Knopfdruck bruellt.

Genau das haben auch wir getan...

Nach dem Dinner sind wir noch ein bisschen Tanzen gewesen, das war's. Ein richtig schoener Abend!

Hengistbury Head

Heute war es schon wieder recht sonnig, drum war ich nochmal am Meer - diesmal in der Naehe von Bournemouth.





Das mit dem Selbstausloeser war gar nicht so einfach, weil mir der Wind staendig die Kamera umgeblasen hat! Aber ich wollte auch mal auf einem Foto draufsein.

Portsmouth


Montag, zweiter Urlaubstag. Wieder schoenes Wetter, darum bin ich nach Portsmouth gefahren. Dort gibt es eine uralte Hafenanlage mit einem supermodernen Aussichtsturm, dem Spinnaker Tower.
Da musste ich einfach rauf! Die erste Aussichtsplattform hat einen glaesernen Boden, so dass man 107 Meter unter sich die Schiffe fahren sieht. Das Foto mit meinen Fuessen drauf ist der Blick von oben nach unten, das andere zeigt das Guckloch von unten aus - mit einem Besucher, der gerade drueber latscht.


Unnoetig zu betonen, dass die Aussicht von da oben grandios ist, oder?



Bei Nacht faellt der Turm natuerlich ebenfalls auf:

Ansonsten war ich noch im Kino und hab mir "Step Up" angeschaut - der Film macht richtig Spass und die Musik ist so geil, da muss man ab der ersten Minute mitgrooven!!

Christmas-Shopping in Southampton

Am Sonntag hatte ich meinen ersten Urlaubstag, und weil das Wetter so schoen war, bin ich mit Steffi und ihrem Sohn Michael auf den Christkindlmarkt in Southampton gegangen. Die Englaender sind da ja ganz scharf drauf, im Moment redet jeder von Wuerstln und Gluehwein...




Diese Spezialitaeten konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen...

Nach der Brotzeit wollte Steffi dann unbedingt Karussell fahren, und Michael musste als Vorwand herhalten;-)




Was ich bisher auf einem Christkindlmarkt noch nie gesehen habe: Leute in Klapperln und Flip Flops. Dafuer fehlt hier einfach der Schnee...

23 November 2006

Christmas-Shopping in Bournemouth

Vor kurzem haben Christelle, Florent, Tekin und ich die Weihnachtssaison eingeleitet und mit Geschenkekaufen angefangen. Dabei sind wir in Bournemouth auf diesen Werbegag gestossen:








Eingekauft haben wir natuerlich auch, und das hier waren meine persoenlichen Highlights (gefunden im LIDL - wo sonst??):





Danach waren wir noch hawaiianisch essen - oder wie nennt sich das? War auf jeden Fall ziemlich lecker!

Winchester



Bitte eintreten!

Da faellt mir ein: Ich hab euch ja noch gar nicht mein Zimmer gezeigt. Wie unhoeflich! Und dabei bin ich soo stolz auf meine Luxusunterkunft;-)

Also:
Am Anfang war alles noch schoen ordentlich. Dann kam ich...

Fuer den Zustand im Bad und im Gang kann ich zwar nichts, ehrlich, aber ich will euch Babsis Fotos nicht vorenthalten...
Schimmel an Duschvorhang und Decke, dazu dieses einladende Klo:



Als besonderes Schmankerl waechst hier Efeu durchs Dach. Und ein paar Spinnen haben wir auch... (Wie gesagt, ich lebe in einem Nationalpark, da ist das halt so.)

...und die Treppe koennte mal wieder eine Generalsanierung brauchen.

Schlimm wird das Ganze allerdings erst, wenn Gaeste bei mir uebernachten. Und zwar gleich drei auf einmal: Babsi, Moni und Flo!

Oder Jessie, die hat allein genauso viel Gepaeck wie die drei miteinander. Da kann's schon einmal passieren, dass ich ein bisschen neben der Spur bin!

Seit letzter Woche hab ich jetzt eine dauerhafte Mitbewohnerin, Gil aus Malta. Diese Fotos entstanden an ihrem zweiten Tag, kurz bevor ich den Hausmeistern einen Tisch und eine weitere Kommode abgeschwatzt habe:


Jetzt ist unser Zimmer richtig schoen!