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02 April 2007

Adelaide



Unser erster Abend hier mit Kyoko, Jean-Luc, Ute und Judith: Koreanisches BBQ, wo man sich die rohen Zutaten vom Buffet holt und dann in der Mitte vom Tisch grillt. Fragt nicht, wie wir danach gerochen haben!!
Hier liegt das Geld auf der Strasse rum! Ist allerdings in die Pflastersteine einbetoniert...



In Melbourne hat uns jeder davon abgeraten, nach Adelaide zu kommen: nix los, voll provinziell, langweilig und mit Melbourne ueberhaupt nicht zu vergleichen. Nun, da wir aber von Adelaide aus unsere naechste Tour starten, mussten wir sowieso mal hierher. Weil der Bus bis 5. April ausgebucht war, sitzen wir allerdings fuer ueber eine Woche hier fest, und das ist definitiv zu lang!

Viel gibt diese Stadt hier naemlich wirklich nicht her, und unter der Woche kann man ab fuenf Uhr abends nur noch ins Bett gehen. Mein Schlaf-Wach-Rhythmus hat sich schon ganz schoen umstellen muessen, nachdem ich ja in Melbourne kaum einen Tag vor zwei, drei Uhr morgens ins Bett gekommen bin - jetzt liegen wir (tatsaechlich alle in unserm Zehnerzimmer!!!) meistens schon um zehn flach, Licht aus. Unglaublich, oder?

Nach dem kostenlosen Fruehstueck im Backpackers schau ich mir meistens was in der "City" an - Art Gallery, Haighs Chocolate Factory, Museum of South Australia, Botanic Garden, Central Market, Shopping Mall - oder ich lese. Zum kostenlosen Apple Pie am Abend trifft man sich dann wieder im Hostel, das war's. Nur am Wochenende ist dann mal ein bisschen mehr los, vor allem waehrend dem Fringe Festival letzte Woche.

Victoria Sqare - ist komischerweise sechseckig.

Nein, ich kanns einfach nicht lassen!
Wenn in der Fussgaengerzone mal Kuenstler was zum Besten geben, schauen sogar die Polizisten zu...

Diese Bilby-Ohrwaschl mussten alle Teilnehmer bei der Fuehrung in der Schokoladenfabrik aufsetzen!

Glenelg, der Strand von Adelaide. Leider zu kalt fuer ein kurzes Bad!

Es gibt ein paar Sachen, die mir an Adelaide besonders gut gefallen:

  • die Lautsprecheranlage in der Fussgaengerzone, so dass man nicht nur das unterschiedliche Gedudel aus den Geschaeften hoert, sondern von vorn bis hinten dasselbe Lied traellern kann
  • ein breiter Gruenguertel rund um die Innenstadt ("City" klingt etwas uebertrieben)
  • dank der uebersichtlichen Groesse Adelaides kann man alles zu Fuss erreichen, was man braucht
  • trotzdem gibt es zwei kostenlose Buslinien

Allerdings...

  • ... sind hier weit mehr haessliche und ungepflegte Leute unterwegs als in Melbourne
  • ... ist auch die Stadt selber nicht so aesthetisch
Babsi ist zur Zeit irgendwo im Busch unterwegs, weiss nicht genau, wo. Sie hat sich in letzter Minute als WWOOFerin angemeldet und arbeitet fuer eine Woche auf einem Bauernhof mit.

Leider hab ich vom Fringe Festival keine Fotos, denn ich hab mir neulich in einem Internetcafe anscheinend einen Virus auf die Memory Card geladen, als ich meine Homepage auf den neuesten Stand bringen wollte. Jedenfalls wollte mir der Computer weismachen, dass ich keine Fotos auf der Speicherkarte habe, und fotografieren ging auch nicht mehr. Toll! Im Internetcafe konnte mir keiner helfen, denn die verfuegen nicht ueber die entsprechende Software, die meine Bilder wieder gefunden haette. Im Computergeschaeft haette ich mir zwar die Software kaufen koennen, aber da ich ja keinen eigenen Laptop habe, nuetzt mir die natuerlich nix, und in einem Internetcafe darf ich diese Software auch nicht benutzen. Also, Pech...

Aber nicht mit mir! Am Samstag bin ich durch die Stadt marschiert und hab einfach irgendwelche Leute angequatscht, die intelligent ausgesehen haben, und hab sie gefragt, ob sie sich zufaellig gut mit Computern auskennen. Beim Fuenften hatte ich Glueck, der sagte: Warte mal kurz, ich ruf mal eben einen Bekannten an, der ist da Spezialist. Gesagt, getan. Jedenfalls hab ich mich mit diesem Bekannten, Matt, gestern Mittag getroffen - und nach stundenlangem Bangen und Zittern vor seinem Laptopmonitor sind meine Bilder tatsaechlich alle wieder aufgetaucht. Matt hat sie mir gleich auf CD gebrannt und meine Memory Card wieder ordentlich formatiert.
Da das waehrend seiner Arbeitszeit passiert ist, hatte er vier behinderte Maenner dabei, um die er sich kuemmert. Die sind die ganze Zeit brav im Auto neben uns gesessen bzw. als der Akku vom Laptop leer wurde, mit in die Staatsbibliothek gegangen. Nach unserem Erfolg sind wir zum Einkaufen gefahren und haben ein gemuetliches Picknick im Botanischen Garten gemacht.
Matt wollte ums Verrecken nix von mir annehmen fuer die Arbeit, die er sich gemacht hat - er wuenscht sich nur mal eine Postkarte aus Europa. Und da ihr sowieso nix zu tun habt, ausser meine Homepage regelmaessig zu lesen, koenntet ihr ihm ja mal schreiben, wie dankbar ihr ihm fuer meine schoenen Fotos seid, stimmts? Also: Matthew Howell, 1101 North-East Road, Ridgehaven, SA 5097, Australien.

28 März 2007

Great Ocean Road Trip from Melbourne to Adelaide

Melbourne kennen wir ja jetzt schon zur Genuege, drum sind wir am Samstag aufgebrochen Richtung Adelaide. Natuerlich nicht den Highway entlang, sondern auf der Great Ocean Road. Da wir allerdings von der Melbourner Dauerparty noch recht habedieehre waren, haben wir unseren Zweitagestrip in Apollo Bay unterbrochen und sind erst am Montag weitergefahren. Kommen ja schliesslich immer wieder mal Busse vorbei...
Wie man sieht, fahren sehr viele Touristen selber...

Also, TAG1:
Koalas anschauen, Meer fotografieren (als haetten wir das noch nie getan...), Mittagessen, Rucksack aus dem Bus holen und in der Jugendherberge in Apollo Bay schlafen. Ja richtig: erst schlafen, dann anmelden, denn die Rezeption dort ist erst ab 4 Uhr nachmittags besetzt. Das Hostel war superschoen und nagelneu - genau das Richtige, um mal zwei Tage ueberhaupt nix zu tun!

TAG2:
Ausgedehntes Fruehstueck auf der Sonnenterrasse

Am Sonntag waren wir mit Christine am Strand und haben ihr beim Surftraining zugeschaut. Das Aufstehen ist anscheinend echt schwer! Zum Abendessen haben wir mit Christine, Michael und Silke auf der Terrasse gegrillt. Ihr merkt schon, in dieser Jugendherberge haben wir ausser Deutschen kaum Leute aufgetrieben...


TAG3:

Am Vormittag nochmal ein Strandspaziergang in Apollo Bay, und nachm Mittagessen wurden wir vom Bus abgeholt.


Die Tour umfasste alles von Regenwald ueber Strand bis Gebirge, echt beeindruckend! Sorry, dass ihr wieder mal den Kopf drehen muesst, aber hier reagiert die rechte Maustaste leider nicht. Hab erfahren, dass die Internetcafes das absichtlich blockieren, damit man ihnen nix am System aendern kann.Eine steile, in den Sandstein gehauene Treppe, die Gibson Steps, fuehrt zum Strand runter...

... wo man einen ersten Eindruck von den Zwoelf Aposteln kriegt.

Die Zwoelf Apostel, das bekannteste und beliebteste Fotoobjekt an der Great Ocean Road entlang im Port Campbell National Park. Falls einer von euch nachgezaehlt hat: Ja, seit zwei Jahren sind nur noch acht Apostel uebrig!

Das Tolle an dieser Tour ist auch, dass man fast keine greisligen Bilder machen KANN.

Hier stehen wir in der Loch Ard Gorge, in die sich mal die zwei einzigen Ueberlebenden einer Schiffskatastrophe gerettet haben, ein Mann und eine Frau. Klingt romantisch, oder? Dumm nur, dass sich die beiden ueberhaupt nicht riechen konnten!

Auch sehr bekannt: Die London Bridge, die vor einigen Jahren mitten am Nachmittag eingebrochen ist. Gluecklicherweise ist damals niemand ums Leben gekommen. Allerdings fanden sich ein Herr und eine Dame ploetzlich vom Festland abgetrennt, sie konnten nur per Hubschrauber gerettet werden. Und da das Spektakel natuerlich vom Fernsehen uebertragen wurde, hat die Ehefrau des Herrn daheim rausgekriegt, dass er mit seiner Geliebten Urlaub in Australien gemacht hat...

Die Bay of Islands, wieder Meer, wieder skurrile Felsen, aber immer wieder schoen, oder?

TAG4:

The Grampians National Park

Die MacKenzie Falls, wieder mal nur ueber eine lange, steile Treppe zu erreichen, die irgendwann mal jemand in den Stein gemeisselt hat.

Da mussten sich einige erst mal ausruhen...

... bzw. mit dem Kopf ins eiskalte Wasser eintauchen!


Im Februar 2006 hat hier ein Waldbrand ziemlich viel zerstoert, aber die Natuer erholt sich langsam wieder davon.



Diese ueberhaengenden Felsen heissen "The Balconies" und laden einen direkt ein, uebers Gelaender zu steigen um so richtig spektakulaere Fotos zu schiessen. Aber unser Busfahrer hat aufgepasst wie ein Fuchs, dass wir ja brav geblieben sind.