02 September 2007

Jakobsweg VII: Monte do Gozo bis Santiago di Compostela

Mann, bin ich heute vielleicht grantig! Mit vier Schnarchnasen im Zimmer bin ich kaum zum Schlafen gekommen, und um sieben Uhr geht's schon wieder los. Zu allem Überfluss lasse ich auch noch mein Bayern-Kopftuch liegen, das ich schon um die halbe Welt getragen habe. Naja, hilft nix, zuerst gibt's mal Frühstück in der "Pilgerkantine":Bei dieser Gelegenheit bekommt Tobias ein kleines Dankeschön von uns, das Pilger-T-Shirt mit dem gelben Pfeil:
Nicht nur, dass er jetzt den Weg viel leichter findet - mit dem T-Shirt wirkt Tobias einfach auch dynamischer, voller Energie und Tatendrang, oder?
Punkt acht Uhr erreichen wir Santiago, zur Kathedrale sind's aber noch einige Kilometer.Der erste Blick auf die Kathedrale - von hinten: Natürlich müssen wir gleich mal reinschnuppern!

An dem langen Seil in der Mitte hängt ein überdimensionales Weihrauchfass von der Decke runter, das leider nur zu bestimmten Anlässen verwendet wird:

Gruppenfoto mit fast allen drauf - bei so vielen Bekanntschaften, die wir mittlerweile gemacht haben, findet sich natürlich schnell jemand zum Fotografieren:

Oben: Lois, Christa P., Steffi, Beate, Uschi E., Christa O., Franz und Wast.

Mitte: Tobias, Simon, Marlene, Hildegard, Dine, Stefan, Maria und Brigitte.

Unten: Traudi, Wick, Lucia, Fannerl, Emmi, Ramona und ich.

Im Pilgerbüro, wo man sich seine offizielle Pilgerurkunde für einen Euro Bearbeitungsgebühr (zuzüglich einen Euro für die Verpackung) ausstellen lässt, entsorgt man gleich auch noch den Wanderstock:Eine Jakobsprozession zieht trommelnd und pfeifend durch die engen Straßen:Jetzt dürfen wir uns schicken, dass wir vor dieser Horde noch in die Kathedrale kommen, sonst sieht's schlecht aus mit Sitzplätzen! Hier noch mal das Riesenweihrauchfass:Beim Pilgergottesdienst am Mittag singen die vier stimmgewaltigen Pfarrer aus Ravenschburg wieder.Ansonsten nervt mich dieser Gottesdienst ganz schön: Man spürt richtig, wie gelangweilt der Pfarrer von dem täglichen Pilgerstrom ist, so eine Massenabfertigung ist das. Nicht mal die Namen der Gruppen versteht man, als sie vorgelesen werden - geschweige denn, dass man zum Jubeln Zeit hätte, wie in Rom beim Papst!


Um eins macht die Herberge auf, wir verlieren keine Zeit uns dort hinzubegeben, damit wir gleich für drei Nächte Betten reservieren können. Während ich mein Bett sofort ausprobiere (Magen-Darm-Geschichte, weniger öffentlichkeitstauglich), gehen die Andern bald wieder in die Stadt runter. Lois entdeckt seine eigene Bar, von der er bisher keine Ahnung hatte:

Die drei Mädels Barbara, Regina und Kathi sind auch schon da...... und die Kinder toben sich auf dem Spielplatz aus.

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