12 Juli 2007

Stockholm

Der Tag beginnt sonnig und heiß (an der Tanke nahe unserer Wiese bei Uppsala lesen wir 29,5 Grad ab); wir machen uns stadtfein mit Rock usw. Auf dem Foto seht ihr, was wir als erstes tun, als wir das Auto mittags in einem Stockholmer Parkhaus abstellen:Nicht nur unser Orientierungssinn leidet unter dem durch die Regenschirme eingeschränkten Gesichtsfeld, auch das eigentlich farbenfrohe Stadtbild Stockholms müssen wir mit einem künstlichen strahlend blauen Himmel eigenhändig aufpeppen;-)
Sommermode 2007. Kein Kommentar!
Unabhängig vom Wetter ist es schlicht unmöglich, ein schönes Foto vom Königsschloss (Kungliga Slottet) zu schießen, weil man nicht weit genug rückwärts gehen kann, um den runden Hof und alles mit draufzukriegen. Naja. Dafür kommen wir gerade rechtzeitig zur Aufstellung der Hofkapelle. Bis die endlich ihren Krempel aus dem Bus geladen, sich in Reih und Glied aufgestellt und gegenseitig die Krawatten gerade gerückt haben!!
Riesengeschrei bei der Wachablösung:

Irgendwann machen dann unsere outdoor-geplagten Kameraakkus schlapp, und tatsächlich finden wir auf Anhieb ein Café mit zwei Steckdosen gleich hinter Dines Stuhl! Da sitzen wir dann halt mal über eine Stunde fest...
In der Zwischenzeit überlegt es sich Petrus schließlich doch noch anders, so dass wir den Rest der Stadt ohne Schirm erkunden können. Einige Eindrücke von der Altstadt:Eine Mitarbeiterin dieses Eiscafés sitzt im Schaufenster und bäckt Waffeln.Sogar einige Leute mit Sonnenbrillen sieht man jetzt wieder rumlaufen...... die Straßencafés füllen sich zunehmend...... und auf einmal herrscht mitten in Schweden mediterranes Flair!So, dasselbe Foto vom Slottsbacken mit Blick auf den Skeppsbron Kai nochmal ohne Regenschirm!
Ein funktionierendes Telefonhaisl:
Auf dem Stortorget Platz im Herzen der Altstadt findet man diese bewohnbaren Postkartenmotive...
... sowie die alte Stockholmer Börse, die heute das Nobelmuseum beherbergt.Die Riddarholmskyrkan, Begräbnisstätte der schwedischen Könige:
Zwischen den Wolken schaut immer öfter auch die Sonne durch, so dass wir den schönen Rundblick von der Evert Taubes Terrasse aus genießen:Blickrichtung Osten auf den Wrangelspalast, ein Überbleibsel vom alten Befestungsring der Stadt:Richtung Süden liegt Södermalm - die Südinsel - hauptsächlich eine Wohngegend.
Blickrichtung Westen: Der Mälaren See, Schwedens drittgrößtes Binnengewässer. Blickrichtung Norden: Die das Stadtbild prägende und weltberühmte Stadthalle Stockholms von 1923. Im Reiseführer steht was von einer "goldglänzenden Kuppel". Glauben wir jetzt einfach mal...
Was aber wirklich geil ist, ist der Ausblick von dem Turm runter. Die Fotos dazu sind allerdings in meinem alten Album von 2002!Blick von der Norrbro Wieder mal so ein verhüllter Reichstag, diesmal jedoch auf der Insel Helgeandsholmen...Als Reisende müssen wir natürlich bei unserm Schutzpatron, dem Heiligen Jakob vorbeischauen (von wegen "Jakobskirchen sind immer gelb"...):Die Drottninggatan, eine übervölkerte Einkaufsstraße mit Fahnen hoch über den Köpfen, in der sich anscheinend jeder trifft...... wie auch ich erfahre. Läuft mir doch glatt Anders übern Weg, ein lustiger Schwede, den Babsi und ich auf Fraser Island in Australien kennen gelernt haben!!!! Da er sich in seinem Heimatland als Tourist nicht so gut auskennt, hab ich gleich meine Landkarte rausgezogen...Noch ein alter Bekannter kreuzt unsern Weg, nämlich diese Fotoausstellung von Steve Bloom, die wir in Oslo bereits angeschaut haben.An dieser Uferpromenade, dem Strandvägen, wohnen die Schönen und Reichen von Stockholm:Einer der von Künstlern ausgeschmückten U-Bahnhöfe:
. Am Sergels Torg auf Norrmalm, der Nordinsel. Kurz bevor wir abends von Stockholm aufbrechen, bricht vor uns ein sturzbetrunkener Mann zusammen...

Ja, ziemlich verwirrend, diese Stadt, oder? Vor lauter Inselchen und Brücken kommt man da schon mal durcheinander... Aber bei Sonnenschein ist sie auf jeden Fall eine Reise wert.

Obwohl wir viel gelatscht sind, schaffen wir es diese Nacht noch bis Jönköping am Vetternsee, wo wir um halb zwei bei Regen das Zelt in Hörweite eines Umspannwerks aufschlagen. *Brizzel*

Kilometerstand 5324.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist ja der Hammer!!! Das wir in Australien andauernd Leute treffen, die wir schon kennen, daran hab ich mich ja schon gewöhnt. Is ja auch noch zu verstehen. Aber dass ist ja jetzt der größte Zufall überhaupt, oder? Das gibs ja gar nicht! Aber dass du da jetzt so lange dicht halten konntest - Respekt!

Uschi Winkler hat gesagt…

Tjaa, ich wollt dich überraschen... Darf ich annehmen, dass mir das geglückt ist??