... und weiter über mehr oder weniger festgelegte Wege...
... an mehreren Seen vorbei, die je nach Temperatur verschiedene Farben haben:
Dine am Abgrund:
Et voilá, hier ist er, der zweitgrößte Gletscher Norwegens:
Das Schmelzwasser ist wirklich eiskalt!
Ein richtig schöner, sonniger Ausflug, der uns für die Strapazen der vergangenen Nacht entschädigt und bei dem wir - abgesehen vom Höhepunkt natürlich - kurzärmelig rumlaufen. Dine holt sich sogar einen Sonnenbrand im Gesicht.
Doch dieser Tag kann auch anders!
Bei der Weiterfahrt nach Norden tanken wir an einer Raststätte, doch außer Visa und AmEx nehmen sie dort keine Geldkarten an. Voller Freude fahren wir also die zwanzig Kilometer nach Mo-i-Rana zurück, wo wir schon nach dreimal nachfragen jemanden ausfindig machen, der uns den Weg zum nächstgelegenen Bankautomaten schildern kann...
Kurz vor dem Polarkreis ändert sich das Landschaftsbild schlagartig von waldig-grün-warm-einladend zu felsig-weißgrau-eisig-unwirtlich. Und dann taucht aus diesem steinigen Nichts plötzlich diese überbevölkerte Raststätte mit dem Schild "Willkommen am Polarkreis" auf:
Anscheinend wurden früher mal Steinhaufen als Wegweiser aufgestellt, am Polarkreis jedenfalls hinterlässt fast jeder Besucher in der Öffentlichkeit sein persönliches Häufchen:
Karge Hügel, so weit das Auge reicht:
Da will doch kein Mensch wohnen!
Erinnerungs- und Beweisfotos:
1. Vor dem original Steinhaufen direkt auf dem Polarkreis2. Auf der Windrose. Ich stehe südlich, Dine nördlich vom Polarkreis. Die Jacken haben wir übrigens nicht zum Spaß angezogen, es hat echt nur noch elf Grad.
Es folgt eine radikale Planänderung, da wir nicht glauben, dass wir es unter diesen Bedingungen (kalt, felsiger Boden) mit dem Zelt als Behausung bis zum Nordkapp schaffen. Deswegen fahren wir nur noch ein kleines Stück weiter nach Norden, bis die Straße Nr. 95 nach Schweden weggeht.
Ein paar Verrückte leben hier anscheinend doch!
Das mit dem Stromkabel tut mir leid, aber ich wollte euch nochmal zeigen, wie wenig da wächst:
Überraschung! Die lilanen Blumen erweisen sich als hartnäckige Dauerbegleiter.
Wir durchkreuzen Lappland, bis wir kurz vor Arjeplog in einer Hütte Unterschlupf finden (ratet mal, warum wir heute ausnahmsweise mal keine Lust auf Zelten haben!): Außen Wald, See, Klo und Lagerfeuerstelle - innen Tische, Bänke und ein offener Kamin, juchu!!
Durch kräftiges Lüften verhindern wir zwar eine Rauchvergiftung, aber warm ist es in der Hütte plötzlich nimmer recht. Wir verschanzen uns in den Schlafsäcken und diskutieren bis vier Uhr in der Früh in sangriaseliger Stimmung über Stiere, Zwillinge und die Unmöglichkeit diese zwei Sternzeichen zu verwechseln;-)
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