
Gestern war es schon reichlich spät zum Gegend fotografieren, daher zeige ich euch einfach im Nachhinein, wo wir genächtigt haben. Als erstes der Blick auf die Ostsee aus dem Zelt:

Vor uns taucht die größte Schlucht im Park auf, die Slåtterdalskrevan. Mit 200 m Länge und 40 m Tiefe ganz schön beachtlich!
"Und do soima mia auffe??"
Blick zurück: So schlimm war's gar nicht!
Auf dem Gipfel des Skuleberget angekommen, genießen wir die Fernsicht. [Wer wissen will, wie das Ganze bei strahlendem Sonnenschein ausschaut, kann sich mal meine Fotos von 2002 anschaun - oder ihr klickt schnell auf http://www.photos-suede.com/lang-de/photo-56/main_back-photo4/?xtref=http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.photos-suede.com/foto/skuleskogen-6.jpg$imgrefurl=http://www.photos-suede.com/lang-de/photo-56/main_back-photo4/$h=334$w=500$sz=25$hl=de$start=0$um=1$tbnid=9oq0Uld7vhOosM:$tbnh=87$tbnw=130$prev=/images%3Fq%3DSkuleskogen%26svnum%3D10%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN ]
Der Nationalpark ist deswegen so was Besonderes, weil sich nirgends auf der Welt das Land dermaßen schnell aus dem Meer hebt wie hier. Der ehemalige Meeresspiegel liegt durch die postglaziale Landhebung auf teilweise über 285 Meter über NN, und was früher Meeresgrund war, sind jetzt solche Geröllhalden:
Puh! Genug wissenschaftliches Gelaber, hier mal was Romantisches. Birke und Fichte eng umschlungen, sieht man auch nicht alle Tage, oder?

Noch so was Besonderes am Skuleskogen Nationalpark sind diese fadenartigen Flechten, die überall an den Fichtenzweigen dranhängen. Vom Hocker haun die mich jetzt auch nicht unbedingt, aber Botaniker haben an diesen Teilen ihre wahre Freude!
So, noch ein kleiner Farbtupfer in diesem Immergrün. Fertig!
Wie gesagt, die Bedeutung eines stillen Örtchens kann man gar nicht hoch genug bewerten;-)
Unser Strand von der Straße aus gesehen:
Jaa, und dann finden wir dieses Schild da, auf dem eine uns bisher unbekannte Regel steht, die Wild Campen nur außerhalb der Sichtweite von Wohnhäusern erlaubt. "Iatz iss aa scho z spät!"
Am späten Vormittag kommen wir zum Skuleskogen Nationalpark - anfangs meint es sogar das Wetter noch gut mit uns, so dass ich meine Jacke im Auto lasse.

Aus alt mach neu! Bald wird von diesem Baumstamm nichts mehr zu sehen sein.

Über Stock und Stein...
... bzw. Mordsdrumm Felsbrocken...

... und durch tiefe Schluchten...
... erarbeiten wir uns langsam aber sicher eine tolle Aussicht auf den Wald und die Hohe Küste:
Mitten im Park liegt eine kleine, urgemütliche Hütte direkt an einem See.
Hier kann man kostenlos und unbürokratisch (Ich liebe dieses Land!) übernachten - und das tun einen Haufen Leute, wie man an den vielen Gästebüchern auf dem Regal sehen kann!


Jaa, und dann finden wir dieses Schild da, auf dem eine uns bisher unbekannte Regel steht, die Wild Campen nur außerhalb der Sichtweite von Wohnhäusern erlaubt. "Iatz iss aa scho z spät!"
Über Stock und Stein...
... und durch tiefe Schluchten...
Wir steigen höher hinauf, während der Nebel immer dichter wird.
Vor uns taucht die größte Schlucht im Park auf, die Slåtterdalskrevan. Mit 200 m Länge und 40 m Tiefe ganz schön beachtlich!

Auf der Weiterfahrt Richtung Süden kommt man nicht an dieser gigantischen Hängebrücke bei Sundsvall vorbei. Und fällt euch was auf??
Die Sonne scheint! Um diese Tatsache zu feiern, musste ein Bikini-Foto her. Dass ich mir bei 17 Grad fast den A.... abgefroren hätte, bleibt aber unter uns!!
Für dieses schöne Bild hier sind wir mal so eben in einen Privatgarten eingedrungen...
Was gibt es noch zu berichten?
Vielleicht von der freundlichen McDonald's-Mitarbeiterin, die ich um etwas Eis für unsern Kühlschrank gebeten habe. Zuerst kommt sie mit einem 0,4-Liter-Getränkebecher daher, und als ich ihre Frage, ob das reiche, verneine, verschwindet sie wieder. Ich warte ewigst. Schließlich schleppt sie einen Müllbeutel an - mit geschätzten 15 Kilo Eiswürfeln!! Das reicht für's Erste...
Oder von unserer dritten Tankpanne (Dieses Land treibt und noch zum Wahnsinn!!): Kurz vor Uppsala geht uns das Benzin aus, und alle Tanken haben schon Feierabend!
Also wird es für uns zur Abwechslung auch mal ein kürzerer Tag, schadet ja nicht. Wir suchen uns eine abgemähte Wiese ein bisschen abseits der Schnellstraße und bauen innerhalb von 8 Minuten (!) unser Camp auf.
An dieser Stelle möchte ich mich endlich mal beim Flo bedanken, dass er mir in so mancher nervtötenden Lektion beigebracht hat, wie man ein Zelt bis ins Detail perfekt aufbaut und dass die Seile im Zubehör nicht zum Wäschetrocknen gehören. Und gleichzeitig muss ich mich nochmal bei der Dine entschuldigen, dass ich (teilweise sogar heimlich) fast jeden ihrer Zeltheringe aus dem Boden gezogen und drei Millimeter weiter hinten wieder reingesteckt habe. Nix für Ungut!
Kilometerstand 4837.
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