07 März 2007

Dahoam is dahoam...

... des gibt's grod oamoi auf da Woit!

Ja, wir Deutschen sind schon arg heimatneurotisch, aber soo schlecht isses bei uns gar nicht. Hier einige Sachen, die wir an unserer Heimat mittlerweile so richtig schaetzen:

  • Schnee. Aber ihr habt ja selber keinen, ich weiss. Es ist nur so, dass taeglich ueber 30 Grad im Schatten nicht unbedingt foerderlich fuer unseren Tatendrang ist. In Melbourne herbstelt es zwar schon ein bisschen, aber bald fahren wir weiter in den tropischen Norden...
  • Leberkaas und Brezn, Salz im Essen, ordentliche dreifarbige Latte Macchiatos, Mineralwasser mit Kohlensaeure - die australische Esskultur ist eben sehr verwandt mit der englischen: Sehr multikulti, aber auch sehr verwaessert.

  • Lautlose Ampeln. Die sind zwar nicht blindengerecht, aber das Schnackeln hier geht einem einfach nicht mehr aus den Ohren!
  • Unsere Palette an Dialekten und das Blaed Daherren, ohne Angst haben zu muessen, dass der Gegenueber gleich eingeschnappt ist.
  • Organisation und Korrektheit.
  • Die Tatsache, dass den Leuten zugetraut wird, selber zu denken. Man braucht einfach keine Ampelueberquerhelfer und Parkplatzrausfahrlotsen.
  • Unterflaechlichkeit. Ihr wisst schon, was ich meine: Nicht dieses "Hi, how are you?" und bei der Antwort hoert man schon gar nicht mehr zu. Dann frag ich halt gleich nicht, oder!!
  • Oesterreicher. Gibt's hier keinen einzigen. Wahrscheinlich, weil die Oesis kein Work-and-Travel-Visum beantragen koennen.
  • Oeffentliche Verkehrsmittel, die zu sinnvollen Zeiten und puenktlich fahren. Nicht wie hier, wo man manchmal eine halbe Stunde auf die Tram wartet - und dann kommen gleich zwei oder drei mit derselben Nummer hintereinander. Auf den Fahrplan kann man sich auch nicht verlassen.
  • Die allgemeine "NO WORRIES"-Grundhaltung der Australier ist ja ganz recht, aber wenn jeder immer Fuenfe grade sein laesst, artet Vieles schnell in Schlamperei und Chaos aus. Ganz stark faellt das auf, wenn man Leute bei der Arbeit beobachtet...
  • ... unsere Arbeitseinstellung: Nicht nur die Wochentage abarbeiten, damit man genug verdient um am Wochenende die Sau rauszulassen. Sondern ein bisschen Ehrgeiz und Stolz, der Wille Dinge komplett zu erledigen, bevor man heimgeht und mehr zu geben als nur 80 %.
  • Leute, die meinen Namen aussprechen koennen.
  • Strassen, die auch bei Tempo 80 keinen Sport-BH erfordern.
  • Viele beneiden uns um unsere Fremdsprachenkenntnisse, nicht nur Englaender/Aussies/Amis. Die Tatsache, dass wir uns spaetestens ab der 5. Klasse taeglich (!) mit Vokabeln und Grammatik plagen, zahlt sich echt aus. Also, reiss di zam, Anton!!
  • Nicht nur ueber Umweltschutz diskutieren, sondern ihn ganz selbstverstaendlich betreiben. In Australien pappt in fast jeder Dusche ein Aufkleber, der zum Wassersparen auffordert. Wenn es jedoch ueber zwei Minuten dauert, bis mal warmes Wasser kommt, gelingt einem das kaum. Tropfende Wasserhaehne hab ich auch noch nirgends in so hoher Dichte gesehen wie hier.
  • Grosszuegige Tierparks, in denen die Bewohner einigermassen viel Platz und eine interessante Umgebung haben. Die Affen im Zoo von Perth klettern an Betonsaeulen statt Baeumen!!
  • Busfahrer, deren taegliche Fahrzeit eingeschraenkt ist und die in regelmaessigen Abstaenden eine Pause machen muessen. Was die Reiseleiter hier fuer Marathonstrecken zuruecklegen, ist der helle Wahnsinn - 800 Kilometer am Tag fahren und zusaetzlich Sehenswuerdigkeiten erklaeren und kochen ist keine Seltenheit!!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo jhr beiden 18.3.0
Monika ist so böse zu mir, sie quält mich dauernd am PC.
Heute haben wir erfahren, daß die Schmiedfanni vom See gestorben ist. Einen schönen Gruß von Wagner Monika und Frau Kinzel.

Gruß Mama.

Uschi Winkler hat gesagt…

Hi Mama!
Moni hat schon recht, dann lernst du es wenigstens gscheit und hast was zum Angeben;-)

Die Schmied Fanni ist doch die, die mir immer Naegel mitbringen wollte, damit ich jemandem die Pantoffeln am Fussboden festnageln sollte, oder?

Gruesse zurueck und natuerlich auch an alle andern, die du so triffst! Uschi