Gestern hatte ich mal wieder frei und machte mich auf den Weg nach Salisbury, einer wirklich schoenen alten, typisch englischen Stadt in der Naehe von Stonehenge.
Da das Wetter ebenfalls typisch englisch war, hab ich nur ein einziges Foto von den beruehmten Steinbrocken gemacht und dafuer ein paar schoene Postkarten gekauft, auf denen die Sonne scheint;-)
Mein erster Eindruck im Bus dorthin hat mich ziemlich hart getroffen: Japaner, von weitem erkennbar am Maurerhut! Nicht nur, dass sie sogar das Schild an der Bushaltestelle vor dem Bahnhof in Salisbury fotografiert haben, nein! Sie belagerten auch noch die beiden vorderen Sitzreihen oben im Bus. Ich muss zugeben, dass ich die reinste Schadenfreude empfand, als die Windschutzscheibe bald von aussen regennass und von innen beschlagen wurde...
Stonehenge selber war dann auch eher ernuechternd als inspirierend: Erstens hatte ich mir ein kolossales Gebilde vorgestellt, nicht ein paar Felsen, die locker in unseren Garten passen wuerden. Dann 5.90£ Eintritt (wobei man ja gar nicht "eintritt", sondern nur auf einem eingezaeunten Trampelpfad aussenrum latschen darf), das nervtoetende Gelaber einer Tonbandfuehrung im Ohr, wieder fotografierende Japaner im Weg, und zu guter Letzt zwei viel befahrene Strassen in direkter Nachbarschaft. Wenn da einer noch von einem mystischen Ort sprechen kann...
Auf dem Rueckweg nach Salisbury hab ich eine Suedafrikanerin kennen gelernt, mit der ich dann die Stadt erkundet habe: Besonders die St Mary's Cathedral fand ich wahnsinnig beeindruckend. Unvorstellbar, dass ein solch riesiges Bauwerk in kaum mehr als 30 Jahren aufgestellt wurde. Vor allem, wenn man bedenkt, dass seit 1986 Renovierungsarbeiten laufen, die voraussichtlich noch bis 2015 dauern. Und zwar nur auf der Nordseite...
Das hier ist das Uhrwerk der Kathedrale, das aelteste noch funktionierende der Welt.
Trotz der Einnahmen aus dem Eintritt in die Kirchen und aus dem Kirchenrestaurant (in der Kirche!!) scheint diese Kathedrale langsam zu zerfallen...
Zurueck in Southampton hab ich dann aus dem Zugfenster die Queen Mary II im Hafen gesehen. Bei Nacht erscheint sie noch groesser als bei Tag, deshalb beschloss ich noch schnell vorbeizuschaun. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn man auf der falschen Seite einer Stadtautobahn und dann noch auf der falschen Seite eines Zauns ist... Zufaelligerweise hatten zwei zukuenftige Bremer Schiffsbauingenieure dieselbe Idee - und ein Auto.
Nachdem wir also zu dritt an einem weiteren Zaun gescheitert waren, beschlossen wir unsere verrueckte Aktion abzublasen und lieber auf ein Bier in ein Pub zu gehn.








2 Kommentare:
Bekommt man das Bild noch zu sehen? :-)
Bist du vielleicht ungeduldig!
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