29 Juni 2007

Oberbayern. Zwischen Heimatliebe und Alltagstrott.

Seit einem Monat sind wir jetzt also schon wieder daheim, und wie gesagt, das Einleben war überhaupt kein Problem. Zwar werden wir des Öfteren belächelt, wenn wir uns über solche Selbstverständlichkeiten wie trinkbares Leitungswasser, Käsekochsalami, Kirchenglocken oder (jetzt grade wieder) Umlaute auf der Computertastatur freuen, aber wahrscheinlich werden wir da eh bald abstumpfen.
Gleich am Tag nach unserer Heimkehr fand das traditionelle Pfingstsamstags-Dorffest mit Spofagge-Essn statt. Abgesehen von der zümpftigen Stimmung und dem gschmackigen Essen war es natürlich sehr praktisch, so viele Freunde und Verwandte auf einem Haufen beieinander zu haben. Denn so konnten wir schon mal Vielen unsere Fotos zeigen, und dank den treuen Verfolgern der Reiseberichte mussten wir nicht dieselbe Geschichte hundertmal wiederholen. Allerdings war ich an diesem Abend trotzdem wahnsinnig beschäftigt mit Ratschen, drum gibt es leider kein Foto. Aber die meisten von euch waren ja sowieso dabei!
Einen krassen Kulturschock erlebten wir dann am Pfingstsonntag beim Holzlandvolksfest in Steinkirchen. Nicht nur, dass wir uns nach monatelangem Dahinsiffen mal wieder so richtig fesch gemacht haben, sondern vor allem der erste Moment im Bierzelt, wo d'Moosner mit ihrem Programm losgelegt haben, war unbeschreiblich. Und dann immer auf Kommando diese schweren Bierkrüge stemmen, wo wir doch nur noch Büchsen mit 330ml gewohnt sind!

Aber es ist echt ein beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, was in so einem Bier alles drin ist. Da hat man wenigstens ein gutes Gewissen beim Saufen! Deshalb hat Alex (der Thüringer, mit dem wir in Airlie Beach Käsespätzle gekocht haben und den wir in Sydney wieder getroffen haben und der einen Tag nach uns heimgeflogen ist und der uns dann beim Spofagge-Essn überrascht hat...), jedenfalls hat dieser Alex wahrscheinlich deshalb so friedlich neben dem Auto geschlafen, als wir zum Parkplatz gekommen sind;-)
Übrigens hat Babsi ihre Angler-Flaute überwunden und im Weiher beim Jagdhaus doch noch einen Fisch gefangen! Dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit lebensmüde war und sich praktisch vors Floß hingeschmissen hat, bleibt unter uns, gell!
Für diejenigen, die es noch nicht mitgekriegt haben: Babsi arbeitet seit 15. Juli wieder im Seehotel Wassermann am schönen Chiemsee, ...... wo ich sie neulich mit Alan besucht habe.

Ich fahre nämlich zur Zeit gern ein bisschen hier in der Gegend rum, denn arbeiten muss ich ja erst im neuen Schuljahr. An Fronleichnam haben wir mit der Schrot Oma einen Ausflug zum Wendelstein gemacht (die Zahnradbahn ist behindertengerecht!).

Wandern konnten wir zwar nicht, aber die Aussicht war auch von der Bergstation aus gigantisch. Und das Allerbeste: Da oben lag ein bisschen Schnee, so dass Babsi und ich endlich zu unserer ersten Schneeballschlacht des Jahres gekommen sind. Hurra!

Und dann hab ich was geschafft, was ich mir schon ewig vornehme: Eine Sightseeingtour in München! Neulich hab ich einfach mal die Alexa besucht und sie zu einer Doppeldeckerbusfahrt durch die Innenstadt gezwungen. Das Foto zeigt so einen Bus, allerdings in San Francisco - dieses Unternehmen gibt es auf der ganzen Welt!

Danach sind wir, bewaffnet mit einem Reiseführer, noch in den Liebfrauendom gegangen, auf den Alten Peter gestiegen und haben im Hofbräuhaus vorbeigeschaut. Echte Touristen halt!


Tja, und sonst? Ehrlich gesagt, juckt's mich schon wieder voll unter den Füßen!!

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